Youngtimer-Personalisierung mit Stil

    Feature / 1997er BMW 320i Coupé E36 (Nordrhein-Westfalen)

    Silbergeil

    Schwarz und Silber sind seit längerem die gefragtesten Autofarben – warum diese nicht auf einem Fahrzeug vereinen? Nino ging da ziemlich kompromisslos vor und schuf aus seinem E36 einen echten Hingucker.

    Rückleuchten und TÜV-Plakette tragen ausnahmsweise nicht Schwarz oder Silber.

    Während der 3er E30 ziemlich schnell in die blau-weiße Hall of Fame aufgenommen worden war, hatte es sein Nachfolger, der im Oktober 1990 vorgestellte E36, freilich sehr schwer – der Erwartungsdruck war verständlicherweise hoch. Publikum und Presse fanden an der deutlich modernisierten und wesentlich schnittigeren Optik der neuen 3er Reihe durchaus Gefallen, waren in puncto Verarbeitungsniveau aber gar nicht amused: Die Modelle aus der Anfangsserie wiesen eine für BMW-Verhältnisse erstaunlich schlechte Karosseriequalität auf, die einerseits mit etlichen Quietsch- und Klappergeräuschen für Unmut sorgte und andererseits wegen unzureichender Passgenauigkeit von Karosserieteilen kräftige Windgeräusche besonders an Scheinwerfern und Seitenspiegeln mit sich brachte. Die frühen Vertreter der dritten 3er-Generation zeichneten sich ferner durch hohe Korrosionsfreudigkeit aus, weswegen BMW schon sehr bald Rückstellungen bildete, um diese frühen Exemplare vom Markt kaufen zu können, damit Imageschäden durch rostige Fahrzeuge verhindert werden konnten.

    Die klassische Hecktheke: Der Class 2-Spoiler ist alles andere als dezent.

    Auch Nico hatte für Rückstellungen gesorgt, um den Markt um ein Exemplar zu erleichtern – allerdings hatte es der Oberhausener auf eines der späteren Modelle abgesehen, an denen BMW die allermeisten Unzulänglichkeiten anhand einiger Modellpflegen abgestellt hatte. „Wenn meine Arbeit als Berufskraftfahrer mich mal nicht in Anspruch nimmt, verbringe ich die meiste Zeit mit meinem Hobby. Dabei handelt es sich um mein BMW E36 Coupé aus dem Jahr 1997. Ich habe mich schon immer für BMW, vor allem für BMW der älteren Generation, und deren Triebwerke begeistert. Mein 320i Coupé mit nur zwei Vorbesitzern habe ich vor gut drei Jahren ganz spontan erworben – ich fand eine Anzeige im Web und fuhr direkt zum Verkäufer. Als der das Fahrzeug aus der Garage fuhr, habe ich mich direkt verliebt, und mir gingen sofort Umbaupläne durch den Kopf.“

    Jede Farbe, solange sie schwarz ist: Old Henry hätte am Interieur seine Freude gehabt.

    Der Zweitürer bot mit seiner Lackierung in „Arktissilber“ eine gute Basis zur Individualisierung. Äußerlich setzte Nino durch dunkle Komponenten, wie rundum in Hochglanz-Schwarz lackierte M-Seitenleisten, schwarze Nieren und einen ebensolchen Dachkantenspoiler, kontrastreiche Akzente. Passend dazu montierte der 21-Jährige ferner CCLF-Bosch-Linsenscheinwerfer mit entsprechend lasierten Blinkern sowie M3-Rückleuchten, die sich durch verdunkelte Blinker auszeichnen. Weitere „Unbuntheit“ geht von sämtlichen Herstelleremblemen, vom Dach sowie den Heck- und Seitenscheiben aus – die ließ der Reisebuslenker schwarz folieren.

    Passend zum Interieur würde die Domstrebe schwarz beledert.

    „Abgesehen vom Class-2-Spoiler auf der Kofferraumklappe hatte ich ein vom M3 inspiriertes Erscheinungsbild vor Augen, wollte aber keine exakte Kopie des Topmodells auf die Räder stellen. Also besorgte ich M3-Außenspiegel sowie eine M-Frontschürze mit Nebelscheinwerfern, eine M3-Lippe und GT-Ecken. Zudem montierte ich M-Seitenschweller und eine M-Heckschürze mit Diffusor.“ Für eine moderne Note, die allerdings nur eingeweihten oder besonders ausgefuchsten Beobachtern auffallen dürfte, sorgen die Seitenblinker und die Rückfahrscheinwerfer – beide Beleuchtungseinrichtungen arbeiten nämlich mit LED-Technik…

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    Die komplette Story zu Ninos E36 Coupe findet ihr in Ausgabe 02/18 der BMW SCENE live.

    Text: Arild Eichbaum

    Fotos: Frank Schwichtenberg