X4 Competition (F98 / G02)

Rebell mit begeisterndem Charme

Jetzt schon ein Facelift? – Der X4M kam gerade mal vor 30 Monaten auf dem Markt, und nun kommt bereits ein LCI („Life Cycle Impulse“). Normalerweise warten die bajuwarischen Ingenieure ein wenig länger. Doch jetzt ist bereits ein Competition in der Baureihe der „Sports-Activity-Vehicles“ (SAVs) hinzugekommen. Der Vorgänger, der ///M mit dem Baureihencode F98, welcher über 200.000 Mal im BMW-Werk Spartanburg in den USA produziert wurde, erhält als LCI für die Competition-Variante den Baureihencode G02.

Der X4 Competition nimmt dabei die Sternträgers AMG GLC 36 S, Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio oder den Ringträger SQ5 ins Visier. Und dies nicht zu Unrecht bei einem 3,8-Sekunden-Spurt von 0 auf 100 km/h.

Drehmoment-Bizeps

Bei 6 Zylindern und 510 PS mit optional zubuchbarem ///M-Driver-Package lautet die V/max 285 km/h!!! Das sind für uns ehrliche drei Ausrufezeichen!

Der S58-Motor ist eine vom BMW-B58-Reihensechszylinder-Ottomotor abgeleitete Sportversion. Der Reihensechszylinder hat jetzt ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern – das sind 50 Nm mehr als bisher. Aus 3,0 Litern Hubraum holt der Motor für die Competition-Modelle 510 PS.

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Die Grundkonstruktion des Motors gleicht der des BMW B58 mit Closed-Deck-Motorblock und direkt auf die Aluminiumzylinder lichtbogendrahtgespritzten Stahllaufbahnen (LDS), er ist jedoch mit 90 mm Hub um 4,6 mm kurzhubiger ausgelegt als der schwächere B58-Motor und hat anstelle eines Twin-Scroll-Turboladers zwei einzelne Abgasturbolader. Diese sind kleiner als der Twin-Scroll-Lader und reagieren somit schneller auf weniger Abgas bei niedrigen Drehzahlen im Lastwechsel. Die Maximaldrehzahl des Motors beträgt dadurch 7200/min.

Neu in der Competition-Variante sind dagegen geschmiedete 21-Zöller, die pro Rad zwei Kilo leichter sind als die bisherigen Felgen beim Vorgänger. Auch hier sieht man, dass eine kontinuierliche Gewichtsreduzierung den Ingenieuren einfach Spaß macht, denn jeder weiß, dass im Grenzberiech jedes Kilogramm zählt!

Klare Ansage – freche Farben

Zu den neuen Farben zählen „Carbon-Schwarz“, „Brooklyn-Grau“, „Marina Bay Blue“ (siehe Bilder) und unser neuer Favorit in „Sao-Paulo-Gelb“. BMW verspricht für die starken Performance-SAVs erstmals auch eine breite Auswahl an BMW-Individual-Lackierungen wie das matte „Fronzen Marina Bay Blue“.

Im Innenraum bietet BMW serienmäßig die Lederausstattung „Extended Merino“ an. Es stehen natürlich weitere verschiedene Farben zur Auswahl. Weiterhin verfügt der Innenraum über einen 12,3-Zoll-Infotainment-Touchscreen mit iDrive7 und netten ///M-Anzeigen im Display. Die Navigation ist mittlerweile serienmäßig, und alle Modelle sind außerdem mit Apple CarPlay und Android Auto ausgestattet. Hinter dem Lenkrad befindet sich ein rekonfigurierbares digitales 12,3-Zoll-Instrumentendisplay. Drahtloses Laden ist natürlich auch eine zubuchbare Option.

Neue Fahrwerksabstimmung

Die Doppelquerlenker- und Mehrlenkeraufhängung, welche dem X4 Competition zugrunde liegt, wurde neu abgestimmt, um der Kritik beim Vorgänger bezüglich seines harten Fahrverhaltens gerecht zu werden. Zu den Änderungen am sogenannten adaptiven M-Setup gehören überarbeitete adaptive Dämpfer, die sowohl im Komfort- als auch im Sportmodus eine höhere Nachgiebigkeit bieten sollen.

FAZIT DER REDAKTION

Positiv: Ein Lifestyle-SAV durch und durch, man kann sich mit den neuen knalligen Farben und der Technologie definitiv mit den flachen Flundern aus Zuffenhausen zusammen sehen lassen.

Negativ: Jedes Fahrzeug in solcher Qualität hat seinen Preis, aber die sehr knapp unter dem sechsstelligen Wert stehende Ziffer hat uns schon etwas überrascht.

Text: Frank Schwichtenberg
Fotos: BMW AG

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