Aus ALPINA wird ALPINA Classic – 60 Jahre ALPINA

Erinnerungen, die bleiben

Unweit des ALPINA-Hauptsitzes in Buchloe hat der Veredler und offiziell anerkannte Automobilhersteller mit eigener Fahrgestellnummer zum 60-jährigen Jubiläum am 13. September auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Penzing eine grandiose und prachtvolle Performance abgeliefert. Parallel zur Feier wurde das Sondermodell ALPINA B8 GT vorgestellt, das mit 634 PS eine Hommage an den verstorbenen Gründer Burkard Bovensiepen ist. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Concours d’Elégance sowie mit verschiedene Renn-Taxi-Fahrten, ließen Herzfrequenz und Adrenalinspiegel vieler ALPINA-Fans in dieser großen Ansammlung von Baureihen ordentlich ansteigen.


Somit kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass dieses ALPINA-Event wohl das weltgrößte Treffen dieses Herstellers gewesen ist. Fahrzeuge mit amtlichen Kennzeichen aus Norwegen, Finnland, Monaco, Andorra, Lettland, Estland, der Ukraine, Polen, BeNeLux, Frankreich, Österreich, der Schweiz, England und etlichen weiteren Ländern wurden gesichtet – sowie gar eine Delegation aus Japan. Zusammen mit Besitzern von 700 ALPINA-Fahrzeugen, die sich im Vorfeld registrieren mussten, und explizit eingeladenen Gäste aus aller Welt durfte natürlich auch unser BMW-Fach- und Fanmagazin teilnehmen und eine Atmosphäre genießen, die man nicht so schnell vergisst.





Rebranding auf „ALPINA Classic“
Wie Kenner der Automobilbranche bereits wissen, wird ab Anfang 2026 die Marke ALPINA vollständig zur BMW Group gehören, nachdem BMW die Markenrechte erworben hat. Das bisherige Unternehmen ALPINA Burkard Bovensiepen wird weiterhin mit seiner Ingenieurs-Expertise das Wartungs- und Ersatzteilgeschäft für die aktuelle und historische ALPINA-Flotte fortführen und künftig die Marke „ALPINA Classic“ für den Ausbau des Heritage-Geschäfts nutzen. Oder anders erklärt: Das Familienunternehmen vertreibt im Rahmen der abgegrenzten Marke „ALPINA Classic“, die alle Produktionen zwischen 1965 und 2025 einschließt, weiterhin Originalteile für ALPINA-Fahrzeuge aus der ehemaligen Eigenproduktion. Der Buchloer Standort – ohne die ALPINA-Neuwagenproduktion – mit seinen erfahrenen Mitarbeitern bleibt erhalten, mehr noch: Für rund 15 Millionen Euro wird ein neues, 8500 Quadratmeter umfassendes ALPINA-Logistikzentrum aufgebaut, plus 400 Quadratmeter an Büroflächen.
Aber damit nicht genug: Auf dem Podium verriet Andreas Bovensiepen, dass es geplant sei, auch zukünftig unter dem Familiennamen in kleinen Stückzahlen exklusive Automobile herzustellen.

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Neues Logo unter BMW-Führung
Bei alledem liegt auf der Hand, dass sich unter der Münchner Führung ebenfalls einiges verändern wird. So zählt offenbar auch ein neues Logo zu den Änderungen, welches beim Deutschen Patent- und Markenamt schon registriert ist und sich eng am bekannten ALPINA-Logo orientiert. Zwar werden die Farben Rot und Blau wegfallen und das neue Logo in Schwarz/Weiß daherkommen, aber dennoch ist ein gewisser Wiedererkennungswert auszumachen. Künftige ALPINA-Modelle werden weiterhin einen eigenständigen Charakter haben und sich insofern nicht mit den M-Modellen in die Quere kommen.

Neues ALPINALogo unter Führung der BMW Group

Unsere Redaktion möchte sich herzlichst für die Einladung zur 60-Jahr-Feier und die vielen Benzingespräche bedanken, die wir bei diesem Fest zusammen mit dem großartigen Rahmenprogramm genießen durften!

Text: Frank Schwichtenberg / Fotos: Frank Schwichtenberg, ALPINA (1)

Andreas Bovensiepen (links), Frank Schwichtenberg (rechts)
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