KBA: Kein Diesel-Abgasskandal bei BMW 320d

    Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat am Donnerstag (15.02.2018) das offizielle Ergebnis seiner Abgasmessung des 320d bekannt gegeben. Der Bayer entspricht den Vorgaben in vollem Umfang. Im Dezember 2017 hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) das Abgasverhalten des 3ers kritisiert und BMW Manipulation vorgeworfen. Das KBA prüfte das Fahrzeug daraufhin erneut.

    Kein Diesel-Abgasskandal beim 320d

    Der BMW 320d Euro 6 ist in seinem Abgasverhalten laut KBA nicht zu beanstanden. Die Betriebsbedingungen wie Rollenprüfstand und das normale Fahren auf der Straße ließen keine Probleme erkennen. Zudem wurden ebenfalls keine unzulässigen Abschalteinrichtungen festgestellt. Während die Deutsche Umwelthilfe bei eigenen Tests 470mg NOx pro Kilometer gemessen haben will, konnte auch in vorigen Tests der Auto Motor und Sport kein Schadstoffausstoß über 226mg/Kilometer festgestellt werden.

    „Deutsche Umwelthilfe hat Fahrsituationen erzwungen“

    Weiter wirft die DUH dem bayerischen Automobilhersteller vor, die Software manipuliert zu haben. So sei die Abgsrückführung ab 2000 U/min stark reduziert und schalte ab 3500 U/min ab. Eine illegale Abschalteinrichtung solle sich zudem in der Software befinden. Sowohl der TÜV Süd, als auch das KBA weisen diese Aussagen nach eigenen Tests zurück.
    Laut KBA ließen die neuen Testergebnisse darauf schließen, dass die Tests der Deutschen Umwelthilfe falsch durchgeführt wurden. Von „erzwungenen Fahrsituationen“ ist seitens BMW die Rede, die zu den verfälschten Ergebnissen der DUH geführt hätten. Im Diesel-Abgasskandal kehrt so schnell wohl keine Ruhe ein.

    Von
    Dennis Gauert

    Foto:
    BMW